Das Integrale Modell

 

Wesentliche Wegbereiter des integralen Denkens sind Sri Aurobindo und Jean Gebser, die schon vor über 100 Jahren den Begriff 'Integral' eingeführt und jeweils auf ihre Art erklärt haben. Das heutige Modell des integralen Bewusstseins geht allerdings maßgeblich auf den amerikanischen Philosophen Ken Wilber zurück, der die einzelenen Elemente des Modells in den letzten 20 Jahren zur integralen Theorie zusammengefasst hat. 

 

Die Arbeit von Ken Wilber stützt sich jedoch auf eine Vielzahl unterschiedlicher Forscher und spirituelle Traditionen, die sich im letzten Jahrhundert bzw. in den letzten Jahrtausenden mit Bewusstseinsentwicklung beschäftigt haben. Und obwohl sie an das Thema mit jeweils sehr verschiedenen Fragestellungen herangegangen sind, war allen gemeinsam die Entdeckung, dass Bewusstseinsentwicklung sich in Stufen vollzieht.

 

Der Begriff 'Integral' bezieht sich also zum Einen auf eine neue Bewusstseinsstufe, die gerade dabei ist sich in der Welt zu zeigen und die unsere Weltsicht dabei radikal verändert. Zum Anderen bezeichnet der Begriff aber auch eine Weltsicht, in der wir die Welt multiperspektivisch betrachten, um so zu einer umfassenderen Sicht der Dinge zu gelangen. Und schließlich wird der Begriff 'Integral' in der integralen Szene auch als Synonym für das integrale Modell von Ken Wilber verwendet.

 

Im Grunde geht es dabei um ein Modell des Bewusstseins, dass sowohl die westlichen Forschungsergebnisse der letzten dreihundert Jahre, als auch die jahrtausende alten spirituellen Traditionen aus dem Osten berücksichtigt und zusammenführt. Aber natürlich ist die Landkarte nicht die Landschaft selbst und ein Modell der Welt ist nicht die ganze Welt.

 

Dennoch ist nach meinem Wissen und meiner praktischen Erfahrung das integrale Modell die mit Abstand umfassendste und zutreffendste Landkarte des Bewusstseins, die uns heute zur Verfügung steht. Und jeder, der sich damit etwas länger beschäftigt, kann bald umfassender erkennen, wer er ist, wo er in seiner Selbstentwicklung steht und in welchen Bereichen seine Schatten verborgen liegen.

 

Um das heraus zu finden, muss man sich jedoch erstmal etwas eingehender mit den einzelnen Elementen des Modells befassen. Nur so ist es nach einiger Zeit möglich, die einzelnen Teile zusammezufügen und sich quasi dreidimensional in dem integralen Raum zu verorten und zu bewegen.

 

Bei Interesse findet ihr hier etwas mehr Information zu den einzelnen Elementen: 

 

 

Außerdem möchte ich diese Elemente gerne noch um zwei weitere Punkte ergänzen, die mir für das Verständnis des integralen Bewusstseins wesentlich erscheinen: